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Nein zur radikalen Stadtklima-Initiative. Hier ist unser Gegenvorschlag.

19. September 2025 – Gute Absichten ja — aber diese Stadtklima‑Initiative ist zu radikal. Wir lancieren einen realistischen Gegenvorschlag.

Wir in der Mitte Stadt Olten begrüssen das Ziel: Mehr Grün, mehr Aufenthaltsqualität, besseres Stadtklima. Doch die vorgefertigte Stadtklima‑Initiative, die im Juni eingereicht wurde, ist für Olten zu massiv und realitätsfern. Wir können und wollen nicht einfach in Panik vom Reissbrett aus handeln — wir handeln verantwortungsvoll und zielgerichtet.

Einreichung des Gegenvorschlags am 10. September

Manfred Schoger (GLP), Muriel Jeisy-Strub und Nico Zila (FDP) reichen bei Ramon Christen (Stadtschreiber) den Gegenvorschlag ein.

Muriel Jeisy‑Strub, Vizepräsidentin der Mitte Stadt Olten, macht es kurz und klar: «Wir unterstützen die Idee, mehr versickerbare Flächen, Bäume und Begrünung zu schaffen. Aber starre, flächige Vorgaben, die 5% der öffentlichen befestigten Flächen und nochmals 5% der Verkehrsflächen in zehn Jahren fordern, sind für unsere Stadt ungeeignet.» Diese Forderung entspricht in etwa zwei Mal der Fläche von Munzingerplatz, Klosterplatz und der Schützenmatte zusammen — ein Eingriff, der das Verkehrsnetz massiv beeinträchtigen und die Stadtkasse unnötig belasten würde.

Wir sagen: Ziel ja, Realismus und Umsetzbarkeit ja. Hysterie nein. Deshalb haben wir gemeinsam mit GLP und FDP das Ratsbüro beauftragt, einen direkten, liberalen Gegenvorschlag zu erarbeiten. Dieser greift die zentralen Anliegen der Initianten auf — mehr Grün, Entsiegelung, bessere Aufenthaltsqualitäten, Stärkung von Fuss- und Veloverkehr — ohne uns mit unrealistischen, pauschalen Quadratmeterzahlen ins Abseits zu manövrieren.

Unser Ansatz ist klar und handfest:

  • Wir prüfen Entsiegelung und Begrünung dort, wo sie wirklich wirken — im Rahmen von Strassensanierungen, Platzneugestaltungen und Bauprojekten. So nutzen wir Synergien, sparen Geld und schonen Ressourcen.
  • Wir wählen stets die Massnahmenkombination mit dem besten Kosten‑Nutzen‑Verhältnis und setzen Prioritäten nach wirksamem Nutzen fürs Stadtklima und für die Menschen vor Ort.
  • Wir schützen die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Stadt und verhindern, dass Verkehrsträger gegeneinander ausgespielt werden.
  • Wir setzen auf realistische, steuerbare Schritte statt auf Show‑Politik mit Millionenbudgets und Eingriffen in bestehende Verkehrsstrukturen.

Der Auftrag im Detail

Auftrag Gegenvorschlage Stadtklimainitaitive PDF Datei von 10. September 2025 Medienmitteilung PDF Datei von 10. September 2025

 

Warum wir das so deutlich sagen: Olten hat bereits viele Vorzüge, die in der Pauschalinitiative nicht berücksichtigt werden. Wir haben reglementierte Vorgärten in ortsbildgeschützten Quartieren, Schottergärten sind im Kanton Solothurn verboten, und Olten verfügt über rund 4’500 Stadtbäume bei etwa 19’000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Diese Realität verschwimmt in vorgefertigten, nationalen Vorlagen — für uns ist das kein Detail, das wir ignorieren.

Was die Mitte konkret will — unsere Versprechen:

  • Punktuelle Entsiegelungen und neue Grünflächen prüfen wir gezielt bei anstehenden Strassen- und Platzarbeiten.
  • Wir pflanzen Bäume und setzen Begrünungen dort, wo sie das Mikroklima effektiv verbessern — entlang Fuss‑ und Velorouten sowie auf öffentlichen Plätzen.
  • Wir wollen sichere Verkehrswege, insbesondere eine qualitative Verbesserung des Langsamverkehrs.
  • Fassaden‑ und Dachbegrünungen fördern wir bei Neubauten und grösseren Sanierungen.
  • Wir verlangen Transparenz: Der Stadtrat berichtet jährlich über Ziele und umgesetzte Massnahmen.

Wir von der Mitte Olten stehen für einen pragmatischen, wirkungsorientierten Weg: Wir wollen mehr Grün — aber mit Verstand, mit Blick auf Kosten, Nutzbarkeit und die Lebensrealität in Olten. Wir lassen uns nicht von pauschalen Vorgaben treiben, die mehr Schaden als Nutzen stiften könnten.

Mehr zu "Umwelt" in unserem Parteiprogramm Olten 2033

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